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Die Méthode Traditionelle

Die traditionelle Flaschengärung

KESSLER ist Deutschlands älteste Sektkellerei – für uns eine Errungenschaft und Verpflichtung zugleich. Wir stehen für leidenschaftlich gelebten Pioniergeist, Tradition und Zeitgeist. Und das seit 1826. Unsere Vision ist selbstredend: die KESSLER DNA erfolgreich und nachhaltig in die Zukunft zu führen. Mit der traditionellen Flaschengärung – der Méthode Traditionelle – sichern wir den einzigartigen Geschmack von KESSLER Sekt. Sie sorgt für eine besonders feine und langanhaltende Perlage, ermöglicht komplexe Aromen durch das Hefelager und steht zugleich für einen höheren Qualitätsstandard als die Tankgärung.

Illustration einer Weintraube mit Blatt in weißer Linienzeichnung auf schwarzem Hintergrund

Weinlesen

Der Charakter eines Sekts wird durch die Grundweine geprägt, aus denen er entsteht. Es sind frische, junge Weine, die einige Wochen früher gelesen werden als diejenigen für Stillwein. Für einen interessanten und harmonischen Sekt müssen sie eine feine Balance von Aromen, Säure und Struktur aufweisen. 

Unabdingbar ist, dass die Trauben absolut gesund und unverletzt sind. Deshalb werden sie nicht maschinell, sondern ausschließlich von Hand gelesen.

Illustration einer traditionellen Weinpresse als weiße Linienzeichnung auf schwarzem Hintergrund

Keltern

Die idealen Grundweine für Schaumwein zeichnen sich dadurch aus, dass sie säurebetont, eher neutral im Geschmack und Geruch sind und einen geringen Alkoholgehalt haben. Dafür eignen sich insbesondere trockene, stille Weine – meist Weißwein oder Rosé, gelegentlich auch Rotwein – aus Rebsorten wie Riesling, Chardonnay oder Pinot Noir.

In der Kelter wird der Saft schonend aus den Trauben gepresst. Dabei dürfen keine Gerbstoffe (Phenole) und keine unerwünschten Farbstoffe in den Traubenmost gelangen. Auch muss darauf geachtet werden, dass der Gärungsprozess nicht wegen einer zu hohen Temperatur vorzeitig ausgelöst wird, was sich nachteilig auf den Sektgeschmack auswirken würde.

Illustration eines stehenden Holzfasses mit Zapfhahn in weißer Linienzeichnung auf schwarzem Hintergrund

Erste Gärung

Der frisch gekelterte Most gärt bei kühlen Temperaturen von 13 bis 15 Grad in Holz- oder Edelstahlfässern. Es entwickeln sich nun Kohlendioxidbläschen. Die entscheidende Rolle in diesem Prozess spielt die »Saccharomyces cerevisiae«, die Weinhefe. 

Nach der ersten Gärung sollte der Alkoholgehalt bei höchstens 10,5 bis 11 Volumenprozent liegen, da er bei der zweiten Gärung um weitere 1,5 Prozentpunkte ansteigen wird.

Illustration von zwei Flaschen, die in ein Holzfass einschenken, als weiße Linienzeichnung auf schwarzem Hintergrund

Assemblieren

Die verschiedenen Sektgrundweine werden im Rahmen von sensorischen Proben ausgewählt und zur jeweiligen haustypischen Cuvée zusammengestellt (Assemblage). Sie findet in der Regel am Vormittag statt, weil hier der Geruchs- und Geschmackssinn besonders sensibel ist.

Illustration von zwei Flaschen, die Inhalt in ein Holzfass geben, als weiße Linienzeichnung auf schwarzem Hintergrund

Cuvée

Sobald die Grundweine ausgewählt und im gewünschten Verhältnis gemischt sind, wird die Fülldosage – auch Tiragelikör genannt – zugesetzt. Die Tirage ist eine genau berechnete Mischung aus Zucker (rund 24 g je Liter) und Hefe (rund 30 ml je Liter).

In großen Fässern entsteht so die Cuvée, die anschließend in druckfeste Flaschen gefüllt wird und dort die zweite Gärung durchläuft. Die Tirage ist sozusagen der Treibsatz für diese zweite Gärung.

Illustration von zwei Flaschen, eine mit Trichter, als weiße Linienzeichnung auf schwarzem Hintergrund

Abfüllen & Verschließen

Die druckfesten Sektflaschen werden nun mit der Cuvée befüllt und mit einem robusten Kronkorken aus Metall für die zweite Gärung verschlossen. Die sogenannte Flaschengärung beginnt.

Illustration von mehreren liegenden Flaschen als weiße Linienzeichnung auf schwarzem Hintergrund

Zweite Gärung

Die zweite Gärung findet direkt in der Flasche statt und dauert mehrere Monate. Während dieser Zeit erhöht sich der Alkoholgehalt um rund 1,5 Prozent und die 24 Gramm Zucker je Liter Wein werden in rund 12 Gramm Alkohol umgewandelt. Da das Kohlendioxid nicht aus der Flasche entweichen kann, verbindet es sich mit dem Wein als Kohlensäure – eine natürliche Perlage entsteht. 

Die Gärung ist abgeschlossen, wenn der Zucker vollständig in Alkohol und Kohlendioxid umgewandelt ist. Die Flaschen stehen dann unter einem Druck von 6 bar.

Illustration eines Sektregals mit liegenden Flaschen als weiße Linienzeichnung auf schwarzem Hintergrund

Lagerung

Der Sekt reift nun mindestens 9 Monate, oft auch 12-36 Monate oder länger »auf der Hefe«. Bei unseren Premium- und Vintage-Sorten dauert die Reifung mehrere Jahre – in dieser Reifezeit baut sich der KESSLER-typische Geschmack auf. 

Unter hohem Druck spalten sich die Hefezellen auf, ein Vorgang, der als »Autolyse« bezeichnet wird. Dabei entstehen feine Aromen von Brioche, Hefe und Nüssen. Der intensive Hefekontakt verleiht dem in Flaschen gereiften Sekt sein komplexes Aroma und bei manchen Rebsorten den cremigen Geschmack.

Illustration eines Rüttelpults mit schräg eingesteckten Sektflaschen als weiße Linienzeichnung auf schwarzem Hintergrund

Rüttelpult

Gegen Ende der Reifephase werden die Flaschen auf Rüttelpulte (Pupitres) mit dem Verschluss nach unten gesteckt, damit sich die Hefe nach und nach im Flaschenhals sammelt. Früher wurden die Flaschen dafür über mehrere Wochen hinweg von Hand gedreht und geneigt – ein Vorgang, der als Remuage bezeichnet wird. Heute erfolgt dieser Schritt meist maschinell in sogenannten Gyropaletten oder modernen Rüttelkörben, wodurch sich die Dauer auf wenige Tage verkürzt.

Illustration einer Sektflasche beim Rütteln mit Drehbewegung als weiße Linienzeichnung auf schwarzem Hintergrund

Rütteln (Remuage)

Beim Rütteln werden die Flaschen nacheinander ein wenig aus dem Pult herausgezogen und um eine Achtel- bis Vierteldrehung gedreht. Dadurch – und durch die natürliche Schwerkraft – sinkt das Hefedepot langsam in den Flaschenhals und setzt sich auf dem Korken ab. Gerüttelt wird in der Regel über einen Zeitraum von etwa vier Wochen, bis die Flasche bereit ist für die nächste Etappe, das Enthefen (Degorgieren).

Illustration einer kopfüber stehenden Sektflasche beim Einfrieren des Flaschenhalses als weiße Linienzeichnung auf schwarzem Hintergrund

Einfrieren

Das im Flaschenhals abgesetzte Hefedepot wird mithilfe des ‚kalten‘ Degorgierverfahrens entfernt – einer epochalen Erfindung des Sohns eines im 19. Jahrhundert in die Champagne ausgewanderten Schwaben.

Bei diesem Verfahren werden die Flaschen kopfüber in eine minus 20° Celsius kalte Salzlösung getaucht. Dadurch bildet sich ein Eispfropfen mit dem eingefrorenen Hefedepot. Da der Pfropfen am vereisten Flaschenhals haften bleibt, rutscht er nicht in die Flasche zurück, wenn sie zum Öffnen umgedreht wird.

Illustration einer geöffneten Sektflasche beim Degorgieren mit herausspringendem Kronkorken als weiße Linienzeichnung auf schwarzem Hintergrund

Degorgieren

Beim Degorgieren wird der Kronkorken nun geöffnet. Durch den freigesetzten Kohlensäurendruck – mehr als doppelt so stark wie in einem Autoreifen – wird der Eispfropfen mitsamt dem darin eingefrorenen Hefedepot aus der Flasche herausgeschossen, ganz ohne nennenswerten Verlust an Sekt. Ein Druck von circa 5-6 bar in der Flasche bleibt erhalten.

Vor der Erfindung des »kalten« Degorgierverfahrens schleuderte man das Hefedepot von Hand mit einer Flippbewegung aus der offenen Flasche (Dégorgement à la volée) – unter teilweise großem Verlust des kostbaren Inhalts.

Illustration einer Sektflasche beim Dosieren mit Pipette als weiße Linienzeichnung auf schwarzem Hintergrund

Dosieren

Nach der Gärung ist der Sekt zuckerfrei. Er erhält nun mit der Dosage, einer Lösung aus Reserve- und Likörwein (Liqueur d’expédition), sein charakteristisches Geschmacksbild. Je nach gewünschter Geschmacksrichtung von naturherb (brut nature) bis süß (doux) wird mehr oder weniger Zucker hinzugegeben. Die Höhe der Dosage hängt auch vom Säuregehalt des Grundweins ab und soll den Geschmack des Sekts in eine harmonische Balance bringen.

Illustration von zwei Sektflaschen beim Verkorken und Agraffieren als weiße Linienzeichnung auf schwarzem Hintergrund

Verkorken & Agraffieren

Mit dem pilzförmigen Naturkorken erhält die Sektflasche ihren zweiten und endgültigen Verschluss. Der Drahtverschluss (Agraffe) sichert den Korken in der Flasche, damit er nicht durch den Innendruck herausgedrückt wird.

Der Sekt ist jetzt trinkfertig, kann aber oft weiter reifen.

Illustration von Sektflaschen und Verpackung in einer Box als weiße Linienzeichnung auf schwarzem Hintergrund

Ausstatten & Verpacken

Zum Schluss wird die Sektflasche mit Kapsel, Halsschleife und Etikett ausgestattet und erhält so ihr unverwechselbares äußeres Erscheinungsbild. Sorgsam und bruchsicher verpackt geht der Sekt dann in den Versand.

Illustration einer Sektflasche und eines gefüllten Glases als weiße Linienzeichnung auf schwarzem Hintergrund

Geniessen

So wird KESSLER Sekt zum stimmungsvollen Begleiter zahlreicher Feste und Feiern.

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